Krankenkassen Schulden

Krankenkassen Schulden / PKV-Notlagen Tarif

Vor allem Privatversicherte und Selbstständige sind von Schulden bei der Krankenkasse betroffen. Reicht das monatliche Einkommen nicht aus, um die selbst zu entrichtenden Beiträge für die Krankenkasse aufzubringen, entstehen schnell hohe Schulden. Jeden Monat rutschen Betroffene damit etwas weiter in die Verschuldung hinein. Dies kann zu deutlichen Nachteilen beim Versicherungsschutz führen. Wie werden Sie die Schulden wieder los?

Woher kommen die Schulden bei der Krankenkasse?

Insbesondere für Selbstständige können, etwa aufgrund geringer Einnahmen, schnell Schulden bei der Krankenkasse entstehen. Selbstständige müssen die monatlichen Gebühren der Krankenversicherung nämlich selbst bezahlen – anders als bei Arbeitnehmern, bei denen die Kosten direkt vom Bruttolohn abgezogen und teilweise vom Arbeitgeber übernommen werden. Die Kosten der Krankenversicherung richten sich nach dem gewählten Gesundheitstarif und in manchen Fällen auch nach dem monatlichen Einkommen. Die Anpassung des Tarifs kann aber dauern, sodass sich in finanzieller Not Schulden ansammeln. Ein Wechsel ist zudem nicht immer möglich. Bei Privaten Krankenversicherungen fallen Selbstständige mit geringerem Einkommen oft in den Basis- oder Not-Tarif, der einen sehr geringen Leistungsumfang bietet. Einige Leistungen, die die normale Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, sind in diesem Basistarif der Privaten Kassen nicht enthalten.

Krankenkassen-Schulden selbst bei Angestellten

Eine weitere Personengruppe kann ebenso von Schulden bei der Krankenkasse betroffen sein, nämlich Arbeitslose. Zwar bezahlen das Arbeitsamt bzw. das Jobcenter die Kosten der Krankenversicherung, aber bei Privaten Krankenkassen meist nur den Basistarif. Wer sich zu spät arbeitslos meldet, sodass eine Lücke zwischen der letzten Beschäftigung und der Kostenübernahme durch die Agentur entsteht, kann Schulden ansammeln. Denn in der Zeit, in der Sie noch nicht beim Amt gemeldet sind, müssen Sie die Beiträge oftmals selbst nachzahlen. Viele Betroffene wissen dies nicht und werden dann von der Rechnung der Krankenkasse, die erst einige Zeit später im Briefkasten liegt, überrascht. Auch Minijobber, die weder beim Arbeitsamt oder Jobcenter gemeldet sind und ansonsten keine weitere sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, müssen die Beiträge in vielen Fällen aus eigener Kraft aufbringen. Wer diese nicht bezahlen kann, wird gegenüber der Krankenversicherung zum Schuldner. Die Krankenkasse wird die offenen Rechnungen bald einfordern und kann auch ein Gerichtsverfahren anstreben.

Beratung bei Krankenkassen-Schulden

Für die Schulden bei der Krankenkasse findet sich oftmals eine Lösung, die ich gemeinsam mit Ihnen nach einer Analyse Ihrer Lebenssituation herausarbeite. Möglichkeiten sind etwa Ratenzahlungen, aber auch eine Verjährung. Je nachdem, ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind und welche Wahloptionen Ihre Krankenkasse bietet, kann ich Sie auf Ihrem individuellen Weg aus den Krankenkassen-Schulden begleiten. Übrigens: im Notfall muss die Krankenkasse eine Behandlung bezahlen, auch dann, wenn Sie bei Ihrer Versicherung Schulden haben. Diese Leistungspflicht ist aber zeitlich begrenzt.